Projektstrukturplan

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Klar strukturiert, effizient geplant, erfolgreich umgesetzt

Ein Projekt strukturieren und planen – das klingt herausfordernd, oder? Mit einem Projektstrukturplan (PSP) jedoch wird dieser Prozess übersichtlich und nachvollziehbar. Erfahren Sie, warum der PSP ein unverzichtbares Tool für die Projektplanung ist und wie Sie ihn in fünf klaren Schritten erstellen können.

Der Projektstrukturplan: Die Lösung für klare Projektstruktur

Jedes Projekt beginnt mit einer zentralen Frage: Wie teile ich das gesamte Projekt sinnvoll in überschaubare Arbeitsschritte auf? Die Antwort: Step by Step – und genau das bietet der PSP. Als hierarchisches Diagramm gliedert er das gesamte Projekt in sinnvolle Teilaufgaben und Arbeitspakete, sodass Sie alle relevanten Projektbestandteile im Blick behalten.

Warum der Projektstrukturplan ein Muss für jede Projektplanung ist

Der PSP ist das Herzstück jeder Projektstruktur. Egal wie umfangreich das Projekt ist – der PSP bringt Struktur ins Chaos und stellt sicher, dass nichts übersehen wird. Von den übergeordneten Projektzielen über die Ressourcen- und Kostenplanung bis hin zur Überwachung des Fortschritts bleibt der PSP über die gesamte Projektlaufzeit der zentrale Bezugspunkt. Er hilft der Projektleitung, alle Teile des Projekts und ihre Abhängigkeiten im Blick zu behalten.

Aufbau eines PSP: Die Top-Down- und Bottom-Up-Methoden

Beim Aufbau eines PSP gibt es zwei gängige Ansätze:

  • Top-Down-Methode: Hier startet man beim Gesamtprojekt und teilt es schrittweise in Teilprojekte, Arbeitspakete und Aufgaben auf. Diese Methode ist ideal, wenn das Projekt bereits klar umrissen ist und eine einheitliche Struktur vorgegeben werden soll.
  • Bottom-Up-Methode: Bei dieser Herangehensweise beginnt man bei den kleinsten Arbeitspaketen und ordnet sie schrittweise zu größeren Einheiten zusammen, bis das Gesamtprojekt abgebildet ist. Diese Methode eignet sich besonders für dynamische Projekte, bei denen zu Beginn noch viele Details offen sind.

Die Ebenen im Projektstrukturplan und ihre Nutzung

Ein Projektstrukturplan ist hierarchisch aufgebaut und besteht aus verschiedenen Ebenen:

Oberste Ebene: Das Projektziel oder das Gesamtprojekt.

Zweite Ebene: Große Teilprojekte oder Hauptphasen des Projekts.

Dritte Ebene: Arbeitspakete, die sich in kleinere Unteraufgaben gliedern lassen.

Vierte Ebene bis Ebene X: Die kleinsten Einheiten, auch Arbeitspakete genannt, die direkt bearbeitet werden können.

Diese Struktur ermöglicht eine klare Zuweisung von Zuständigkeiten und Ressourcen, was die Effizienz und Transparenz in der Projektplanung fördert. Gerade in Seminaren oder Workshops für Projektmanagement wird der PSP oft als zentrale Technik gelehrt, um die Strukturierung großer Projekte zu meistern.

Einige VorteilE, die der Projektstrukturplan liefert:

  • Klarheit: Eine hierarchische Struktur macht die Projektinhalte für das gesamte Team sofort verständlich.
  • Vollständigkeit: Fehlende Inhalte fallen sofort auf, wodurch das Risiko, wichtige Aufgaben zu übersehen, sinkt.
  • Scope Control: Was nicht im PSP steht, gehört auch nicht ins Projekt – ein wertvolles Mittel gegen den “Scope Creep.”
  • Transparenz der Zusammenhänge: Der PSP zeigt sofort, wie sich alle Aufgaben auf das Gesamtprojekt auswirken.
  • Kommunikation: Der Fortschritt und eventuelle Risiken können leicht erklärt und an das Management weitergegeben werden.
Projektstrukturplan - PSP

Tool-Tipps für die Erstellung Ihres Projektstrukturplans

Projektziele klar definieren

Sammeln Sie alle wichtigen Projektziele und Rahmenbedingungen wie Risiken, Stakeholder und die Projektanforderungen. Ein präzises Zielverständnis ist die Basis für eine zielführende Strukturierung.

Top-Down oder Bottom-Up wählen: Wählen Sie je nach Projektart den geeigneten Ansatz. Kombinieren Sie beide Methoden, wenn dies Sinn ergibt.

Hierarchieebenen festlegen: Bestimmen Sie die Anzahl der Ebenen, die nötig sind, um das Projekt vollständig abzubilden.

Liefergegenstände definieren
Brainstormen Sie im Team alle erforderlichen Liefergegenstände der 1. Ebene und erstellen Sie eine vollständige Liste. Kreative Methoden wie Mind Mapping oder Kartenabfragen können hier besonders hilfreich sein. Diese Ebene ist die schwierigste. Sie muss klar und verständlich sein. Formulieren Sie Tätigkeiten in vollständigen Sätzen statt einfach Stichwörter. Im Abschluss der Ebene muss das Team allen Punkten zustimmen.

Liefergegenstände zu Gruppen clustern
Ordnen Sie die Arbeitspakete nach logischen Zusammenhängen und bestimmen Sie so die erste Gliederungsebene des PSP. Überlegen Sie, welche Strukturierungsprinzipien – wie Phasen-, funktions- oder objektorientierte Gliederung – für das Projekt sinnvoll sind.

Liefergegenstände weiter unterteilen
Danach geht es in der Regel relativ einfach weiter. Sie teilen die Liefergegenstände in die Ebene 2 auf.

Die Struktur finalisieren
Erstellen Sie die vollständige Struktur des PSPs, indem Sie alle Arbeitspakete zu den entsprechenden Teilaufgaben zuordnen. Stellen Sie sicher, dass die Struktur vollständig und lückenlos ist.

Arbeitspakete detailliert beschreiben
Sobald die Struktur steht, beschreiben Sie die Arbeitspakete ausführlich und definieren Sie, wer für die einzelnen Pakete verantwortlich ist. Hierbei hilft die Vorlage für die Arbeitspaketbeschreibung.

Gliederungsprinzipien für den Projektstrukturplan

  • Objektorientierte Gliederung: Fokus auf das Produkt oder Ergebnis des Projekts
  • Phasenorientierte (auch ablauforientierte) Gliederung: Abfolge der Projektphasen als Grundlage
  • Funktionsorientierte Gliederung: Funktionen und Aufgabenfelder als Strukturierungsbasis

So Nutzen Sie den PSP erfolgreich

PSP als zentrales Planungsinstrument nutzen: Der PSP bleibt während der gesamten Projektlaufzeit Ihr Kompass.

  • Ziele im Blick behalten: Eine präzise Zieldefinition ist der Schlüssel zu einer sauberen Strukturierung.
  • Struktur flexibel anpassen: Kombinieren Sie Strukturierungsprinzipien für das beste Ergebnis.
  • Projektablauf im PSP reflektieren: Erstellen Sie aus dem PSP den Ablaufplan und überprüfen Sie dabei die Vollständigkeit der Arbeitspakete.
  • Verantwortlichkeiten klären: Ordnen Sie jedes Arbeitspaket einem Verantwortlichen zu und stellen Sie sicher, dass alle Schnittstellen klar definiert sind.

Schlussfolgerung: Der PSP als Erfolgsfaktor für jedes Projekt

Ein detaillierter Projektstrukturplan erleichtert die Planung, Kontrolle und Kommunikation im Projekt und sorgt für Effizienz und Transparenz. Von den grundlegenden Zielen über klare Verantwortlichkeiten, Risikomanagement bis hin zur optimalen Ressourcenverteilung – der PSP ist das Werkzeug für ein erfolgreiches Projektmanagement.